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Tantra
Tantra in der Esoterik ...
Tantra ist die Lehre der Erkenntnis. Ziel des Tantrismus ist, mit dem Absoluten Eins zu werden und die höchste Wirklichkeit zu erkennen. Sicherlich haben schon viele von den so genannten Chakras gehört. Ihre Erkenntnis ist ebenfall dem Tantrismus zu verdanken.
Für Laien scheint Tantrismus eher etwas zu sein, was man mit dem Okkultismus und Magie verbindet, doch ganz so einfach ist es nicht. Tantra ist eine Lebensweise, die aus Kult und Ritualen besteht, diesen beiden wird große Bedeutung beigemessen. Doch Tantra ist praxisorientiert. Auch, wenn viele Tantra mit verschiedenen Sexualpraktiken verbinden, Tantra sollte man nie mit dem Kamasutra, oder ähnlichem verwechseln. Hauptbestandteile des Tantrismus sind unter anderem heilige Wortklänge (Mantras), einsilbige Wortklänge (Bijas), Diagramme (Yantras), Yogische Stellungen und Gesten (Mudras), die Energetisierung unterschiedlicher Körperteile (Nyasa), Reinigung, Atem- und Bewegungsübungen, aber auch religiöse und soziale Vorschriften. Genau genommen ist Tantrismus die esoterische Form des Buddhismus, bzw. Hinduismus. Seine Geschichte geht auf das 2. Jahrhundert zurück, aber in voller Erkenntnis wurde Tantra erst etwa im 8. Jahrhundert erwähnt.
Die Entdeckung der Chakras wird Heute leider nur noch selten mit dem Tantrismus in Verbindung gebracht. Die sieben Chakren sind die 5 Elemente, sowie Geist und Seele. Die Chakren haben im menschlichen Körper stets dieselbe Stelle. Diese sind also bei jedem Menschen gleich. Die Sinneswelt wird vom Tantriker nicht als etwas Negatives angesehen, ganz im Gegenteil. Die Sinneswelt wird dazu benutzt, die Vereinigung mit dem Göttlichen zu erlangen. Dem Tantrismus nach ist in jedem Menschen das Göttliche verborgen. Natürlich als Kundalini-Energie und sie befindet sich an der Basis der Wirbelsäule. Hier wartet sie darauf erweckt zu werden und sich mit dem obersten Chakra (Seele) zu vereinen.
Im Hinduismus gibt es zu jedem Gott auch ein weibliches Gegenstück. So gibt es also je nach Sekte eine tantrische Richtung. Im Tantrismus finden wir immer wieder Mandalas, mit den unterschiedlichen Motiven. Diese Motive haben im Tantrismus eine große Bedeutung. Sie symbolisieren die reine Dimension der Meditationsgottheit. Diese befindet sich im Zentrum des Mandalas. Tantrismus ist genau so facettenreich und komplex, wie der Buddhismus selbst, als Religion, oder als Lebensweise. Sich jedoch damit zu beschäftigen kann sich mehr als bloß interessant gestalten.